Deutschrap & Dipset

Im Jahr 2005 kam die Dipset Welle, losgetreten von u.a. Cam’Ron, Juelz Santana und Jim Jones durch zahlreiche Mixtapes, auch nach Deutschland geschwappt und floss auf zahlreichen Alben, Mixtapes, Pressefotos und Videos ein.
Das Markenzeichen waren 5XL Klamotten, laute “Ays” in den Raps und hochgepitchte Vocal-Samples.

Wir haben ein paar Vertreter dieses Trends ausgesucht und präsentieren Euch eine kleine visuelle Auswahl.

Kid Kobra und Smexer formierten 2005 nach der Beatfabrik-Zeit die Crew High Society und veröffentlichten mit “Jet Set” ein Kollabo-Album über Jubeko. Das damalige Label des heutigen Bushido-Hausproduzenten Djorkaeff.

Mit dem Video zum gleichnamigen Crew-Track “High Society“.

Sentence aka Sentino gilt als einer der ersten, der den Sound und den Lifestyle adaptierte und zelebrierte das komplett auf dem Höhepunkt mit seinem Mixtape “Sentino’s Way – Fall und Aufstieg” in Zusammenarbeit mit DJ Desue ebenfalls im Jahre 2005. Das Mixtape erschien über das Label 5 vor 12 Records, der ehemaligen Clubber’s Guide Initiatoren.

Im Video zu “Crack” wird der komplette Lifestyle stilecht präsentiert.

Auch Snaga & Pillath aus dem Ruhrpott feierten das komplette Movement und kreierten sogar ihren eigenen Tanz. Den Horndogshoeshuffle.

2005 veröffentlichten die Jungs das Mixtape “Die rechte und linke Hand Gottes” über Moses Pelhams Label 3p.

Mit “Jetzt da” gibt es eine Hörprobe des Mixtapes.

Eine legendäre Zeit, die auch Rapgrößen wie Kool Savas oder Samy Deluxe nicht unbeeinflusst ließ.

Savas veröffentlichte 2005 gemeinsam mit Azad das Kollaboalbum “One“. Auch im Video zu “Guck my Man” sieht man, dass der Swag sich klar an Juelz & Co. orientierte.

Samy nahm in der typischen Betonung sogar einen eigenen “Cap Song” auf und sportete neben den geliebten New Era-Caps auch das passende Outfit.

Mit etwas Abstand aus der heutigen Sicht eine sehr amüsante, teilweise etwas skurrile Zeit, die aber auch in den Staaten Größen wie Lil Wayne oder Drake beeinflusste und diese wiederum heute oftmals als Vorlagen für Rapvariationen (Stichwort: Hashtag-Rap) oder Mode-Stil dienen.

Weitere Blicke in die Vergangenheit des deutschen Raps findet ihr hier.

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