Arafat Abou-Chaker mit Statement nach Razzia: Inszenierung vs. Realität

Rein kommerziell gesehen läuft es bei dem neu aufgestellten Raplabel ersguterjunge aktuell sehr gut. Während der rappende Labelchef langsam aber sicher immer mehr an Relevanz verliert, konnte er sich mit Capital Bra gerade noch rechtzeitig, den Rapper mit dem meisten Hype zur Zeit sichern. Die Rechnung ging auf.

Zuletzt schaffte der zweite Künstler auf dem Berliner Raplabel, Samra, ebenfalls den Sprung auf Platz 1 der Single-Charts. Diesen Triumph feierten die beiden Signings prompt gemeinsam mit dem Labelchef und einem Geschäftsmann, den man bereits aus dem Umfeld von Massiv kennt.

Cataleya auf die 1 ❤️💯 #egjistdiegang #dankbar

Gepostet von Samra am Freitag, 16. November 2018

Shindy über Situation bei ersguterjunge: “Krieg” zwischen Labelchefs

Somit existiert bereits eine komplett neue Konstellation des Labels als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Zuletzt meldete sich erstmals das Noch-erguterjunge-Signing Shindy zu Wort und vergleicht den Streit der beiden ehemaligen Labelchefs als Krieg.

Zudem sei ihm die vergangenen Monate eine Art Psychoterror widerfahren.

Razzia bei Arafat Abou-Chaker: SEK-Einsatz in Kleinmachnow

Gestern kam es Medienberichte zufolge zu einer Razzia in der gemeinsamen Villa in Kleinmachnow der beiden ersguterjunge-Chefs. Ein SEK-Team stürmte am Donnerstagmorgen das gemeinsame Anwesen. Die Medien berichten, dass angeblich eine Entführung des ehemaligen Kollegen und dessen Familie geplant gewesen sei. Zudem wird von einem geplanten gewaltsamen Racheakt berichtet.

Auf dem Anwesen sollen sich Medienberichten zufolge drei Häuser befinden. In einem wohne Arafat Abou-Chaker und dessen Familie, in dem anderen habe bis zuletzt der Labelchef von ersguterjunge mit dessen Familie gewohnt. Nach dem Streit sei dieser ausgezogen.

Scheinbar sind sich die beiden Besitzer immer noch uneinig, wie die Aufteilung der gemeinsamen Besitztümer und Geschäftsfelder erfolgen muss.

Arafat Abou-Chaker mit Statement zur Razzia und Beef

Arafat Abou-Chaker meldete sich nach dem SEK-Einsatz via Instagram und erklärte, dass es ihm so langsam zu viel werde und er die Trennung im Ruhigen beenden wollte. Aktuell werden die gemeinsamen Geschäfte von ihren Richtern und Anwälten aufgeteilt. Zu den Vorwürfen möchte er sich öffentlich äussern, und so kündigt er parallel ein 10-teiliges Interview an.

Abschließend erklärt er nochmal, dass alles friedlich geklärt werden solle.

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Arafat

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Fler über ehemaligen Kollabo-Partner

Fler, der mit dem rappenden Labelchef früher gemeinsam musikalisch aktiv war, erklärte zuletzt in einem Interview, dass für ihn eine Welt zusammengebrochen sei, als der ehemalige Weggefährte in einem Interview im TV erklärte, dass all seine Texte erfunden seien. Damit habe er seinen Status zunichte gemacht.

Inszenierung vs. Realität

Das Thema wird die Rap- und Medienwelt also noch eine Zeit verfolgen. Ein angekündetes 10-teiliges Interview birgt jede Menge Potenzial für neuen Gesprächsstoff.

Die Ironie an dem Ganzen. Der in eigenen Liedern so oft beschimpfte Staat und dessen Instanzen müssen jetzt scheinbar für die Klärung dieses Konfliktes sorgen. Die auf zahlreichen Alben filmreif inszenierten Allmachtsszenerien scheinen sich somit durch die medial begleitete Realität in Luft aufzulösen. Am Ende bleiben nur noch bereits seit mehreren Alben nicht mehr zeitgemäßer Rap und die Funktion des Labelchefs. Zumindest das aktuell mit Erfolg. Das kann man nicht absprechen.

Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass der Konflikt zwischen beiden Parteien tatsächlich friedlich und rechtlich geklärt wird.

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