Kollegah über Trap in Deutschland: „Da wird ein Reinigungsprozess stattfinden!“

Der Bayerische Rundfunk traf im Rahmen seines Formates PULS Musik Kollegah zum ausführlichen Interview. Der Alpha-Music-Empire-Chef sprach gleich zu Beginn des Interviews gewohnt amüsant über die notwendigen Voraussetzungen eines Imperators.

Adolf Hitler oder Kim Jong-un sind für den Boss nicht ernstzunehmende „Lauchs“. Ein Imperator müsse die Intelligenz und die Physis miteinander verbinden.

Kollegah beim Bayerischen Rundfunk

Kollegah über die Entstehung seiner Texte

Viele würden sich vorstellen, dass Kollegah beim Verfassen seiner Texte mit einem Duden total verkopft vorgehe. Das wäre alleine von den dynamischen Umständen seines Künstlerdaseins schon mal gar nicht möglich, da er fast permanent unterwegs sei. 80% seiner Texte entstehen daher auf seinem Handy.

Das Schreiben eines Mixtapes wie das „Hoodtape“ macht Kollegah übrigens mehr Spaß als die Produktion eines Albums. Während das „Hoodtape“ in kürzester Zeit entstanden sei, habe er für „Imperator“ knapp zwei Jahre gebraucht.

Kollegah über Trap in Deutschland

Ausserdem spricht Kollegah über das Subgenre Cloudrap, das lediglich geklaut sei (gecloud quasi) und, dass im deutschen Trap ein Reinigungsprozess stattfinden werde. Er selbst könne die meisten Sachen in diesem Bereich nicht feiern. Ein paar Perlen würden existieren und daher habe „das Ganze auch seine Daseinsberechtigung“.

„Ich bin kein Freund von Sachen, die 1 zu 1 aus Amerika übersetzt werden!“

Kollegah über seine Palästina-Dokumentation

Final spricht Kollegah noch über seine Palästina-Dokumentation und erklärt, dass er einiges an gedrehtem Material nicht übernahm, das er Israel gezielt nicht schlecht darstellen wollte. Die Stimmung vor Ort sei für ihn nicht von Hetze geprägt gewesen.

Hier kannst Du „Imperator“ von Kollegah downloaden.